Von: GroundandPound - Montag, 9. Januar 2012

Manuel Masuch vor dem Sparta Essen Logo.
Zwei weitere Begegnungen wurden uns soeben exklusiv von den Veranstaltern der Respect.FC-Serie offiziell bestätigt. In der siebten Edition, die am 21. April in der Eishalle Essen stattfindet, wird Manuel Masuch nach sieben Monaten Auszeit wieder in den Ring steigen. Dazu treffen zwei Kämpfer aufeinander, bei denen keins ihrer insgesamt 14 Duelle länger als eine Runde dauerte: Nico Penzer und Maurice van Waeyenberghe. Wir blicken für Euch auf diese zwei höchst spannenden Kampfpaarungen.

Die "Alte Dame" Manuel Masuch (4-3) startete seine Profi-Karriere mit zwei Niederlagen. Aus diesen Fehlern lernte der Sparta Essen Kämpfer jedoch viel und konnte daraufhin vier vorzeitige Siege in Folge erzwingen. Andre Hagemeister, Patrick Talmon, Silvio Zimmerman sowie Kurt Verschueren mussten sich dem inzwischen 33jährigen beugen. Der an Nummer vier der „German Top Five“-Rangliste geführte Masuch gilt als explosiver Ringer, der neben harten Fäusten immer für einen spektakulären Slam gut ist.
Nach den extravaganten Erfolgen bereitete sich Masuch auf Respect.FC 6 vor, bei dem er auf Jonas Billstein treffen sollte - doch Billstein sagte kurzfristig ab. Dem Essener wurde von Ben Helm, dem Matchmaker und Veranstalter von Respect, ein qualitativ hochwertiger Ersatzgegner gefunden: Der noch ungeschlagene Marcin Naruszczka (8-0). Der Pole erwies sich für den Spartaner schlussendlich als zu zäh. Nach vier Siegen in Folge folgte damit der erste Dämpfer seit zwei Jahren für Masuch und damit auch eine Auszeit seit September 2011. Zeit an seinen Schwächen zu arbeiten und Fehler auszumerzen. Sollte die „Alte Dame“ sich, durch Unterstützung seines Trainers Les Herden, ähnlich verbessert haben wie nach den Niederlagen am Anfang seiner Karriere, muss man nun mit einer verbesserten und deutlich gefährlicheren Version der deutschen Nummer vier im Halbschwergewicht rechnen.
Sein nächster Gegner ist der Niederländer Saigan Muradov. Der für den Dipanegara Gym antretende Muradov wird für so manchem deutschen MMA-Fan ein bekanntes Gesicht sein, schließlich konnte der Holländer in der zweiten Runde des WOF Tournaments in Bergkamen, mit einem beeindruckenden TKO-Sieg gegen Toni Karlovic, auf sich aufmerksam machen. Zwei Kämpfe zuvor siegte Muradov durch Submission, als auch via TKO, was unter Beweis stellt, dass er im Stand, sowie auf dem Boden für Gefahr sorgen kann. Ob er dem Lokalmatador unter Beifall der heimischen Kulisse in Essen Probleme bereiten kann, bleibt abzuwarten.

Nicolas „Panda“ Penzer machte im letzten Jahr bei der Submissao Grappling Challenge eine fabelhafte Figur und gewann die „unter 87kg“-Klasse des renommierten BJJ-Turniers. Der Stuttgarter gab sich damit jedoch nicht zufrieden, sondern war auch im Mutterland des BJJ erfolgreich: In Porto Alegre siegte der Schwabe beim Circuito Estadual de Jiu-Jitsu in seiner Gewichtsklasse und dominierte auch die offenen Klasse. Dieses Können auf dem Boden spiegelt sich auch in seiner MMA-Kampfbilanz wieder, denn seine bisherigen sechs Begegnungen endeten allesamt vorzeitig. Man muss dabei kein Hellseher sein, um richtig zu raten, wie die Duelle beendet wurden: Submission – und zwar alle sechs. Armbars und Rear-Naked Chokes sind die Spezialität des Stallion Cage-Mitglieds. Bisher ist Penzer unbesiegt und gedenkt dies auch gegen Maurice van Waeyenberghe zu bleiben.
Der Bremerhavener Van Waeyenberghe ist bekannt für wilde Schlagwechsel im Ring, obwohl sein primärer Stil das BJJ ist. Wie er uns im GnP-Interview vor einiger Zeit verriet, kämpft er stets nach dem Motto „No Risk, No Fun!“ – und genau das macht ihn so beliebt bei den Zuschauern, was ihm von seinen Fans auch ein MMA Highlight auf Youtube einbrachte. Sein Spitzname „Johnnie Beton“ zeugt von Wortwitz, auf der Matte versteht der 25-Jährige jedoch keinen Spaß. Vier seiner sechs Siege kamen durch TKO zustande, zwei weitere durch Submission. Kein Kampf des „Fight Fabrik Bremerhaven“-Mitglieds ging über die erste Runde, was vom Explosivität zeugt, auf die man sich bei Respect.FC 7 am 21. April freuen kann.
http://www.groundandpound.de/mma/de/news/manuel-masuch-steigt-bei-respectfc-7-wieder-in-den-ring/
Von: Elias Stefanescu - Montag, 5. Dezember 2011
Respect.FC geht in die nächste Runde, denn die siebte Edition bahnt sich im nächsten Jahr an. Mit dem neuen Sponsor Olimp an der Seite verspricht Repect.FC am 21. April in der Eishalle in Essen eine große Show auf die Beine zu stellen. Soeben wurden GroundandPound die ersten Kampfpaarungen für den kommenden Event mitgeteilt und werden hiermit exklusiv veröffentlicht.

Respect.FC Leichtgewichtstitelkampf
Cengiz „Mosquito“ Dana (c) vs. Danial „Persian Prince“ Sharifi
Der Leichtgewichtstitelkampf zwischen Cengiz Dana (14-17) vom Combat Club Cologne und dem Niederländer Danial Sharifi (14-6) sollte bereits bei Respect.6 stattfinden, doch Sharifi musste aufgrund einer Handverletzung absagen. Nun wird das Duell nachgeholt, was Danas erste Titelverteidigung bedeutet. Der Champion konnte den Titel in der letzten Veranstaltung gegen den gefährlichen Showman Niko “Karl Stahl“ Lohmann mit spektakulären Kniestößen durch TKO gewinnen. Dana gilt als akkurater Striker, der im Stand stets den KO sucht, zudem jedoch, aufgrund seiner langjährige MMA-Erfahrung, auch zahlreiche Siege im Bodenkampf aufzuweisen hat.
Nun wird der erfahrene 32-Jährige sich mit dem niederländischen M-1-Veteranen messen, der in Deutschland nicht nur durch seine Einsätze als Respect.FC-Ringrichter bekannt ist, sondern auch unter anderem bei der Hayastan Challenge in Hamburg für Furore sorgen konnte. Dort stoppte der „Persian Prince“ den Berliner Jesse-Björn Buckler und hat derzeit eine Siegesserie von sechs Kämpfen in Folge vorzuweisen, fünf davon sogar vorzeitig, in Runde eins. Sharifi wird derzeit als Hollands Nummer eins im Leichtgewicht angesehen und ist ein Submission-Spezialist. Wohin der Kampf auch gehen wird, Action scheint garantiert.

Respect.FC Mittelgewichtstitelkampf
Sebastian Risch (c) vs. Benjamin Brinsa
Sebastian Risch vom FreeFight Team Bremen ist die Nummer vier im Mittelgewicht der German Top Five. Im September dieses Jahres sicherte sich der 31-Jährige den Mittelgewichtstitel in einem spektakulären Duell gegen Nick Hein. Mit harten Kniestößen konnte Risch den bereits angeschlagenen Kölner Judoka weiter anklingeln, bis der Ringrichter genug gesehen hatte und den Kampf zu Gunsten des Bremers beendete. Im November wurde die Siegesserie des Fan-Favourites jedoch gestoppt, denn Oleksandr Dolotenko konnte Risch mit einem Triangle-Choke überraschen und zur Aufgabe zwingen. Mit neuer Motivation und dem Willen wieder auf die Siegerstraße zu gelangen, will sich Risch nun der nächsten Begegnung, die gleichzeitig seine erste Titelverteidigung sein wird, stellen.
Sein Kontrahent ist kein Unbekannter, denn bereits nach Rischs Titelgewinn stieg der Leipziger live vor Ort in den Ring und forderte seine Chance auf das Respect.FC Mittelgewichtsgold. Benjamin Brinsa vom Bushido-Freefight-Team zählt als die Nummer drei im Mittelgewicht der German Top Five und kann im Alter von nur 21 Jahren bereits eine Bilanz von 11 Siegen in Folge vorweisen. Er gilt als Ground and Pound Spezialist, der zudem gefährliche Submissions besitzt. Beide Kontrahenten sind bekannt für einen aggressiven Kampfstil, was die Zuschauer mit großer Wahrscheinlichkeit voll auf ihre Kosten kommen lassen wird.

Andreas Stockmann vs. Jörg Lothmann
Andreas Stockmann ist einer der ersten deutschen „Free Fighter“ und einer der Wegbereiter des Mixed Martial Arts in Deutschland. Der 49-Jährige ist Präsident der Free Fight Association (FFA) und hat inzwischen in Wien, genauer gesagt im Iron Fist Gym Vienna, eine zweite Heimat gefunden. Der routinierte Judo-Schwarzgurt, der sich vor allem auf BJJ spezialisiert hat, konnte zuletzt bei der Ettl Bros. Cage Fight Series 6 mit einem raschen Erstrundensieg für Furore sorgen. Nun stellt er sich dem ebenfalls sehr erfahrenen Kampfsport-Urgestein Jörg Lothmann.
Der 44-jährige Karate- und BJJ-Schwarzgurt gab bei der vergangenen Respect.FC-Veranstaltung sein MMA Debüt und zeigte dort deutlich, dass man ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Der Chef des Team Marshmallow schlug dort den Niederländer Jeffrey Waltmans mit einem spektakulären Drehkick KO – und das nach nur 13 Sekunden. Die Halle war außer sich vor Begeisterung und feierte Lothmann noch Minuten später mit Standing Ovations.
Eine ähnliche Begeisterung durfte Stockmann bei seinem letzten Auftritt in Graz auch genießen, denn beim Einzug in die Arena legte er eine unterhaltsame Showeinlage an den Tag und war als blinder Pfarrer, mit Perrücke und Blindenstock verkleidet, - dabei gröhlte er seine Einmarschmelodie lautstark mit, was den Zuschauern sichtlich imponierte. Möglicherweise wird das Publikum ebenso reagieren, wenn beide "alten Männer" sich im April gegenüber stehen.
http://www.groundandpound.de/mma/de/news/zwei-titelkaempfe-bei-respectfc-7/